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Tabu Selbstmord

31.08.2006 15:16 Uhr



Mehr als 11 000 Menschen nehmen sich in Deutschland jedes Jahr das Leben. Damit gebe es mehr Suizidfälle als Tote durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen, Aids und Gewalttaten zusammen, sagte der Vorsitzende der Initiativgruppe «Nationales Suizid Präventionsprogramm», Armin Schmidtke, am Donnerstag in Berlin. Durchschnittlich alle 47 Minuten töte sich eine Person selbst. 2004 habe es in Deutschland 10 733 Suizide gegeben - davon 7939 Männer und 2794 Frauen.

Laut Schmidtke sind Selbstmorde bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Im Vergleich zur Gesamtzahl der Suizide hätten in den vergangene Jahren vor allem die Selbstmorde älterer Menschen überproportional zugenommen, vor allem bei Frauen. «Jede zweite Frau, die Selbstmord begeht, ist dabei über 60 Jahre alt", sagte Schmidtke. Auch sei die Gruppe der alten Menschen besonders suizidgefährdet.

Weltweit sterben pro Jahr 1,5 Millionen Menschen durch Suizid, erklärte Schmidtke. Daneben gebe es zehn Mal so viele Selbstmordversuche. Im europäischen Vergleich liege Deutschland mit Platz 14 im unteren Mittelwert der Suizidrate. Führend seien vor allem die baltischen Staaten wie Litauen, Estland und Lettland. Das habe etwas mit der sozialen Situation in den Ländern zu tun, betonte Schmidtke. Auch in Finnland, Belgien, Frankreich und Irland falle die Selbstmordrate höher aus als in Deutschland.

Suizidgründe sind den Angaben zufolge häufig psychische Probleme, körperliche Erkrankungen und zwischenmenschliche Schwierigkeiten sowie Einsamkeit. Dabei sei Suizid und der Gedanke an Selbstmord gesellschaftlich immer noch ein Tabubereich, betonte Georg Fiedler vom Internationalen Gesellschaft für Suizidprävention (IASP). Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind von der persönlichen Tragödie mindestens weitere sechs Personen wie Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen betroffen. Über Suizide würde auch nicht offen gesprochen. Daher stünden die Hinterbliebenen oft mit ihrer Trauer allein und hätten zudem Schuldgefühle.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, veranstaltet die Organisation in Kooperation mit der WHO unter dem Motto «Mit Verständnis, neue Hoffnung» am 10. September den dritten Internationalen Weltsuizidpräventionstag. Im Mittelpunkt steht die zentrale Veranstaltung in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, wo anschließend 11 000 Kerzen für die Selbstmordopfer entzündet werden sollen.

Interessant, Interessant..
Tut mir Leid mich lange nich mehr gemeldet haben..
Lewi
31.8.06 16:57
 


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